08/11/07
On the Website of the authoress
Und weiter geht´s im sieben Jahre währenden Skandal um den angeblichen Tod des Mohammed al-Dura, am 30. September 2000.
Wer französisch liest, kann die endlosen Lügen des Auslandskorrespondenten Charles Enderlin und seines Arbeitgebers France 2 seit einigen Jahren (!) von der Site der
Die Mena ist die Agentur, von der auch Philippe Karsenty seine Informationen bezieht, für die er von Charles Enderlin und France 2 mit einem Prozeß überzogen wird, der nach schlechter französischer Sitte vor sich hin schlürt, in dem Zeugen nicht befragt werden, und die Klägerseite gar nicht erst Zeugen aufführt, weil sie anscheinend das Urteil vorab kennt. (2)
Am 19. September 2007 kommt allerdings Schwung in das Verfahren; denn das Berufungsgericht will das 27-minütige Filmmaterial bei der Fortsetzung der Verhandlung, am 14. November 2007, sehen, eben das, was Denis Jeambar, Daniel Leconte und Luc Rosenzweig bereits im Oktober 2004 gesichtet und dabei festgestellt haben, daß es sich durchweg um gestellte Szenen handelt. Denis Jeambar und Daniel Leconte sind vorsichtig und wollen Charles Enderlin keine Fälschung unterstellen. Andere Korrespondenten sichten das Material ebenfalls und finden die Szene der Agonie des Jungen nicht. (3)
Die von Charles Enderlin angeblich herausgeschnittene fürchterliche Szene der Agonie des Mohammed al-Dura exisitiert nicht. Es ist alles seit Jahren bekannt. Ich habe in mehreren Artikeln darüber berichtet. (4)
Ein Video der Szenerie des 30. September 2000 an der Netzarim-Kreuzung kann auf Dailymotion angesehen werden. Zusatzinformationen und teils böse Kommentare dazu von Muslimen reichen bis heute. (5)
In unregelmäßigen Abständen kommen immer neue Tatsachen ans Licht, die belegen, daß Charles Enderlin und sein palästinensischer Kameramann Talal Abu Rahma mit ihren 59 Sekunden der angeblichen Tötung des Mohammed al-Dura an der Netzarim-Kreuzung in Gaza Propaganda im Rahmen der zwei Tage zuvor von Yassir Arafat ausgelösten Intifada II betreiben. Media Ratings dokumentiert am 2. Oktober 2007 in einer Presserevue mit französischen und englischen Artikeln den letzten Stand. (6)
Nun gibt es zur Abwechslung eine weitere Variante in englisch von Ronny Sofer auf ynetnews.com, so daß auch Nicht-Frösche unter meinen Lesern sehen können, worum es geht: um einen riesigen mit Frankreichs Hilfe in die Welt gesetzten Schwindel zum Anheizen der Intifada II. Kostenlos verteilt
Jetzt, endlich, nimmt Israels Regierung offiziell zu diesem Fall Stellung und erklärt, daß es sich bei der angeblichen Tötung des Mohammed al-Dura um eine gestellte Szene handle. Charles Enderlin, Kämpfer für die palästinensische Sache, gibt aber immer noch nicht auf, ihm bleibt für seine Lügen noch Zeit bis zum 14. November 2007. Aber er meint, wenn das Material allen gezeigt wäre, dann sähe man, daß seine Version stimme, daß das Video authentisch sei, und dann sei endlich Schluß mit den Anwürfen gegen ihn. (7)
Man kann nur hoffen, daß es durch den Regierungswechsel in Frankreich nicht mehr so weitergeht wie bislang, da Jacques Chirac für Charles Enderlin ein Empfehlungsschreiben, seine Qualität als Auslandskorrespondent betreffend, ausstellt. Weder Charles Enderlin noch Jacques Chirac sind am 30. September 2000 an der Netzarim-Kreuzung. Der eine ist in seinem Büro in Ramallah, der andere unterzeichnet im Elysée-Palast Gesetze. Auch der Bürgermeister von Paris Bertrand Delanoë, der seinem Freund Charles Enderlin ein Empfehlungsschreiben ausstellt, hat nichts mit dem Fall zu tun, sondern ist parteiübergreifend gefällig.
Nun sind alle sehr gespannt, wie´s am 14. November 2007 weitergeht. Es gilt allerdings auch hier das Motto des James Harff, von der PR-Firma Ruder Finn, aus meinem ersten Artikel Der Fernsehkanal France 2 als aktiver Kämpfer der Al-Aqsa Intifada: (4)
Nachrichten, ob wahr oder erfunden, schnellstens an ausgewählte Multiplikatoren streuen. Es zählt nur das, was einmal behauptet wurde. Dementis dagegen sind völlig unwirksam.
2. Oktober 2007 - zusätzliche Links unter Nr. 8, am 3. Oktober 2007
Quellen
(1) Affaire A-Dura : la requête du juge Laurence Trébucq (2ème et dernière partie) (info # 012509/7). Par Stéphane Juffa,
Des cas d´enderlinite signalés en Israël (info # 012709/7). Par Ilan Tsadik,
http://www.menapress.com/article.php?sid=1859
(2) Media Ratings http://www.m-r.fr/
(3) Qui a tué le jeune Palestinien de Netzarim, le 30 septembre 2000 ? Par Denis Jeambar et Daniel Leconte, Le Figaro, 25 janvier 2005.
http://www.debriefing.org/0176.html; Charles Enderlin, menteur en toutes les langues. Par Luc Rosenzweig, Mena, 3 février 2005, Guysen
http://www.guysen.com/mena.php?sid=1014
(4) Mohammed al-Dura. Lügen haben kurze Beine. Dokumentation.
20. September 2007 http://www.eussner.net/artikel_2007-09-20_14-00-00.html
Justiz und Medien Frankreichs im Dienst der Politik des Jacques Chirac.
2. November 2006 http://www.eussner.net/artikel_2006-11-02_02-21-36.html
Der Fernsehkanal France 2 als aktiver Kämpfer der Al-Aqsa Intifada.
10./16. Februar 2005 http://www.eussner.net/artikel_2005-02-10_01-52-36.html
(5) Al-Durah. The Birth of an Icon. L’Effroyable imposture. Par Richard Landes
http://www.dailymotion.com/video/xl8jf_leffroyable-imposture _news
Mohammed al-Durah. Pallywood. Augean Stables. Par Richard Landes.
The Second Draft http://www.seconddraft.org/movies.php
(6) Revue de presse des derniers développements de l’affaire Al Doura - France 2. Media Ratings, 2 octobre 2007- Links/liens in English et français
http://www.m-r.fr/danslesmedias.php?id=65
(7)
ynetnews.com,
(8) Reveal the truth of al-Dura affair. By Nathan Sharansky, opinion.jpost.com,
"Take Two". Der "Tod" einer Ikone der Intifada. Von Ulrich Sahm,
Mohammed al-Dura. Menahem Macina, a tireless and precise translator has excellent and up-to-date resources (including links to English articles) at his site
http://tinyurl.com/yqbwgb
Menahem Macina. Tous les articles/All articles, 12/2000 - today/aujourdhui
http://www.debriefing.org/index0.php?sectionid=36
© Gudrun Eussner
[Information aimablement transmise par P. Lurçat.]
Mis en ligne le 8 novembre 2007, par M.